Betriebliche Gesundheitsinterventionen

Betriebliche Gesundheitsinterventionen sind betriebliche Veränderungsmaßnahmen, die nicht nur zur Verringerung bzw. Beseitigung arbeitsbedingter Gesundheitsrisiken, sondern auch zur Verstärkung gesundheitlicher Ressourcen von Beschäftigten durchgeführt werden können. Generell finden betriebliche Gesundheitsinterventionen im Rahmen des sogenannten betrieblichen Gesundheitsmanagements statt, um konkrete Lösungen für komplexe Probleme im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu erarbeiten und zu erproben.

Beispielsweise werden betriebliche Gesundheitsinterventionen in folgenden Anwendungsbereichen eingesetzt:

  • Verringerung von Muskelskelett-Beschwerden: Rücken-, Nacken- oder Schulterschmerzen
  • Verringerung psychischer Beschwerden: negativer Stress, Niedergeschlagenheit, Demotivation
  • Lösung innerbetrieblicher sozialer Konflikte: Mobbing, innerbetriebliche Auseinandersetzungen, Interessenskonflikte
  • Stärkung positiver Gesundheit: Motivation, Kreativität, Wohlbefinden

Je nach Art der zu implementierenden Veränderungen werden die Maßnahmen betrieblicher Gesundheitsinterventionen oft in verhaltensbezogene Maßnahmen, die das individuelle Verhalten der Beschäftigten fokussieren, sowie in Verhältnismaßnahmen, die an vorhandenen Strukturen und Prozessen der Organisation ansetzen, unterteilt.

Literatur

  • Montano D, Hoven H, Siegrist J (2014a) A meta-analysis of health effects of randomized controlled worksite interventions: Does social stratification matter?. Scand J Work Env Health 40:230-234.
  • Montano D, Hoven H, Siegrist J (2014b) Effects of organisational-level interventions at work on employees' health: A systematic review. BMC Public Health 14:135.

Autor: Diego Montano