Mission Statement

 

Nach wie vor erfahren psychische und psychosomatische Erkrankungen in unserer Leistungsgesellschaft und insbesondere in der leistungsfokussierten und globalisierten Arbeitswelt ein erhebliches Ausmaß an Stigmatisierung.

Arbeitsunfähigkeit  (Absentismus), Leistungseinbußen (Präsentismus) und Ressourcenverluste durch vorzeitige Berentung aufgrund von psychischen Erkrankungen haben zudem in den letzten Jahren in erheblichem Umfang zugenommen.

Neben unmittelbaren Folgen der Globalisierung (z.B. die wachsende Komplexität der Arbeit, zunehmende Erfordernisse nach ständiger Erreichbarkeit und zunehmend notwendiger Mobilität und Flexibilität) trägt insbesondere schädliches Führungsverhalten zu psychischen Belastungen und damit zu Fehlzeiten und Präsentismus bei.

Hierbei steht der Vielfalt der beklagten Probleme gegenwärtig leider immer noch ein beklagenswerter Mangel adäquater und wirksamer Lösungen gegenüber. Dies betrifft besonders umfassende, komplexe (d. h. nicht nur punktuell wirksame) und gleichzeitig praxisnahe Maßnahmen  zur nachhaltigen Prävention psychischer Erkrankungen im betrieblichen Kontext.

Eines der Ziele des LPCU ist daher die Sensibilisierung von Wirtschaft und Gesellschaft für die enorme Wirksamkeit zwischenmenschlicher Beziehung und individuell passender Arbeitsbedingungen für Gesundheit und Produktivität der Beschäftigten.

Das Kompetenzzentrum für seelische Gesundheit am Arbeitsplatz will darüber hinaus zu einer zunehmenden Destigmatisierung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen und damit zu früheren Behandlungen und verbesserten Prognosen im Krankheitsfall beitragen. Eine Verbesserung der Versorgung dürfte zudem einen unmittelbar positiven Einfluss auf die Anwesenheit bzw. krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit in den Belegschaften nach sich ziehen.

Auf diese Weise kann das LPCU am Umbau einer Gesellschaft mitwirken, die auch aufgrund von empirischen biomedizinischen und psychotherapeutischen Befunden zunehmend Wert auf ethische Werte wie Vertrauen, Empathie, Fairness, Wertschätzung im Umgang miteinander und gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen legen sollte.

Mit dem Ziel die seelische und körperliche Gesundheit am Arbeitsplatz praxisnah und im engen Verbund mit Unternehmen zu erforschen und daraus Strategien zu deren Verbesserung zu entwickeln, wurde 2017 unser Kompetenzzentrum an der Universität Ulm gegründet.

Das Kompetenzzentrum für seelische Gesundheit am Arbeitsplatz (Leadership Personality Center Ulm, LPCU) ist eine von der Karl Schlecht Stiftung finanzierte Einrichtung der Universität Ulm in Kooperation mit der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Ulm, des ZfP Südwürttemberg sowie der Sonnenbergklinik Stuttgart.

Das multidisziplinär ausgerichtete Kompetenzzentrum mit den Schwerpunkten psychosomatische Medizin, Arbeitswissenschaft sowie Arbeitspsychologie und -soziologie, soll es Menschen in Leitungspositionen durch innovative Aus- und Weiterbildungskonzepte ermöglichen, mit Hilfe ihres Führungsverhaltens ihre Mitarbeiter positiv zu beeinflussen und über ein gutes und gesundes Arbeitsklima die Motivation und die Produktivität des Unternehmens zu steigern.

Hauptziel des Kompetenzzentrums ist es, praxisrelevante Projekte zur Förderung von seelischer und körperlicher Gesundheit am Arbeitsplatz zu entwickeln und wissenschaftlich zu erforschen.

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