Leadership Personality Center Ulm (LPCU)


Ihr Partner für seelische und körperliche Gesundheit am Arbeitsplatz

Wir leben in einer von vielfältigen Veränderungen geprägten Zeit. Die Welt dreht sich immer schneller und gleichzeitig nimmt die Komplexität immer weiter zu. Die Veränderungen finden dabei nicht wie früher mit linearer, sondern mit exponentieller Geschwindigkeit statt. Vor allem durch Digitalisierung, disruptive Technologien und zunehmendem weltweiten Wettbewerb steigen die Anforderungen an die Unternehmen und die dort arbeitenden Firmenangehörigen.

Vielen Unternehmen bereiten eine immer weitere Zunahme an Fehlzeiten (Arbeitsunfähigkeitstage) und die daraus resultierenden Ausfallkosten große Sorgen. Hauptursache hierfür sind vielfach betriebsbedingte psychosomatische Erkrankungen, wie z.B. Depressionen, Burn-out, somatoforme Störungen, chronische Schmerzen (wie z.B. Migräne, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen etc.). Der wirksamste Weg diesen Erkrankungen entgegenzuwirken ist die Förderung von psychischer und psychosomatischer Gesundheit und damit einhergehend die Steigerung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz.

Das LPCU (Leadership Personality Center Ulm) ist ein interdisziplinäres Kompetenzzentrum für seelische und körperliche Gesundheit am Arbeitsplatz und wurde 2017 auf Initiative der Karl Schlecht Stiftung (KSG) am Universitätsklinikum Ulm gegründet. Der Stifter der KSG, Prof. h.c. Senator h.c. Dipl.-Ing. Karl Schlecht, hat substanzielle Inhalte zum Leistungsspektrum des LPCU beigetragen.

Das LPCU verfügt über ein kompetentes Team aus Fachärzten, Psychosomatikern, Psychologen und Psychotherapeuten für das gesamte Spektrum psychosomatischer Erkrankungen.

Es wird geleitet von Prof. Dr. med. Harald Gündel, Direktor der Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Ulm und PD Dr. med. Michael Hölzer, medizinischer Geschäftsführer der Sonnenbergklinik gGmbH für analytische Psychotherapie Stuttgart.

Fort- und Weiterbildungen

Leiter-Schulung: Führungkräfte-Werkstätten nach dem Balint-Modell

Unser Fortbildungsangebot zum Leiter von Führungskräfte-Werkstätten nach dem Balint-Modell richtet sich an Arbeits- und Betriebsmediziner. Die Schulung soll Betriebsärzte sowohl ermutigen als auch befähigen innerbetriebliche Gruppen anzubieten und zu leiten, in denen Führungskräfte schwierige Kommunikationssituationen und konflikthafte Situationen ihres Arbeitsumfeldes besprechen können.

Die Schulung wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Balint-Gesellschaft e.V. durchgeführt. Als Teilnehmer lernen Sie innerbetrieblich Führungskräfte in Fallbesprechungsgruppen anzuleiten und durch eine psychosomatisch-psychotherapeutisch informierte Gruppenmoderation zu unterstützen – nach dem Vorbild der Balint-Gruppen unter Adaptation an betriebliche Zwecke. Die praktische Schulung wird ergänzt durch Theorieteile.

Die Teilnehmerzahl ist auf 8-14 Teilnehmende begrenzt. Die Fortbildung umfasst sechs Termine im Abstand von jeweils acht Wochen. Der Start ist im Oktober. Weitere Fragen zur Schulung beantwortet Ihnen Herr PD Dr. med. Michael Hölzer (hoelzer.michael@sonnenbergklinik.de).
Nähere Informationen zur Fortbildung finden Sie auch auf unserer Internetseite unter: www.lpcu.de/Angebote


Termine 2021

09. Oktober, 9-18 Uhr
12. November, 9-18 Uhr
11. Dezember, 9-18 Uhr


Veranstaltungsort

Stuttgart/Ulm


Kontakt/Anmeldung

Cornelia Mayer
E-Mail   cornelia.mayer@uni-ulm.de
Fon        +49 731 37991500
Web    www.lpcu.de

Fallbesprechungsgruppe für Betriebs- und Arbeitsmediziner

Inhalt Interaktionsbezogene Besprechung zum Umgang mit eigenen aktuellen Fällen aus der eigenen Psychotherapiearbeit
Umfang 9 Einheiten à 3 h (Teilnahme an einzelnen Einheiten möglich)
Zielgruppe Kursteilnehmer*innen unserer Fort- und Weiterbildungen „Psychotherapie – fachgebunden“; bei Kapazitäten: Betriebsärzte mit Interesse, die zumindest den Kurs. „Psychosomatische Grundversorgung für Betriebs- und Arbeitsmediziner“ besucht haben
Termine

25. Oktober, 29. November 2021
19-22 Uhr

Gruppenleiter PD Dr. med. Michael Hölzer
Ort LPCU, Ulm

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REFRESHER - Psychosomatische Grundversorgung

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

moderne Arbeitsmedizin erfordert zunehmend Kenntnisse und praktische Fertigkeiten auf dem Gebiet der Interaktion zwischen somatischen und psychischen Prozessen. Wir müssen arbeitsmedizinisch betreute Mitarbeitende in ihrem spezifischen psychosozialen Kontext verstehen lernen, um Rückenschmerzen, Hypertonus, Herzbeschwerden, Nackenverspannungen, Burn-out, Depression und andere komplexe Krankheitskonstellationen sachgerecht beurteilen und angehen zu können. Der Kurs richtet sich spezifisch an Arbeitsmediziner sowie Kolleginnen und Kollegen, die an unserer Fortbildung „Psychosomatische Grundversorgung für Betriebs- und Arbeitsmediziner“ bereits teilgenommen haben. Im Zentrum des Refresher-Kurses stehen Fallvorstellungen der Teilnehmer/-innen. Ein weiteres Ziel ist es das theoretische
und praktische Grundlagenwissen zu erweitern.

Veranstaltungsort Volkshochschule Ulm
Termin 30.10.2021, 10.00-17.30 Uhr
Kosten 150 EUR
Programm siehe Flyer

 

Wir würden uns freuen, Sie im Rahmen des Refresher-Kurses begrüßen zu dürfen.

PD. Dr. med. Michael Hölzer
Prof. Dr. med. Harald Gündel

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Werkstatt Seelische Gesundheit Teil III


"Dilemmakompetenz - Entscheiden im Dilemma, Was bleibt, wenn nichts mehr geht?"

 

Am 22.01.2022 laden wir Sie herzlich zu unserem III. Teil der Werkstattreihe Seelische Gesundheit im Betrieb mit dem Titel "Dilemmakompetenz - Entscheiden im Dilemma, Was bleibt, wenn nichts mehr geht?" nach Ulm in die Villa Eberhardt ein.

Datum:

22.01.2022

Uhrzeit:

09-15.30 Uhr

Referenten:  Ulrike Bossmann (die potenzialisten), Claus Beck (Wieland Group), Dr. med. Stephan Schlosser ( ALB FILS KLINIKEN GmbH), Prof. Dr. med. Harald Gündel (Uniklinikum Ulm/LPCU), PD Dr. med. Michael Hölzer (Sonnenberg Klinik gGmbH)
Moderation: Dr. med. Eva Rothermund (Uniklinikum Ulm/LPCU)

Ort:

Wissenschaftszentrum Schloss Reisensburg, Günzburg

Teilnehmerzahl: 60

Ihre Anmeldung richten Sie bitte an

Studienteilnahme

friaa – Interventionen am Arbeitsplatz für psychisch belastete Beschäftigte

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte deutschlandweite Verbundprojekt friaa (Frühe Interventionen am Arbeitsplatz) startet im September 2021 mit den Interventionen. Werden auch Sie Teil von friaa!

Die Interventionen haben zum Ziel, Arbeitnehmende mit psychischen Belastungen möglichst früh zu erreichen, um ihnen eine arbeitsbezogene Psychotherapie zukommen zu lassen. Ein Ziel der arbeitsbezogenen Psychotherapie ist nach Möglichkeit den Verbleib im Erwerbsleben zu sichern bzw. den Return to Work zu erleichtern.

Das Team des deutschlandweiten friaa-Verbundprojektes setzt sich aus  Experten folgender Bereiche zusammen:

  • Arbeitsmedizin
  • Arbeitsschutz
  • Psychotherapieforschung
  • arbeitsplatzbezogene Psychotherapie
  • Biometrie
  • psychosomatische Grundversorgung

Im Studienprotokoll von friaa, welches im Juni bei BMC Public Health erschienen ist, können Sie den Studienablauf nachlesen. Genauere Angaben hierzu finden Sie nachstehend unter der Rubrik Publikationen.
Sie können als Betrieb an friaa teilnehmen. Das Universitätsklinikum Ulm bietet Beschäftigten, die unter psychischen Belastungen leiden, kostenfreie psychotherapeutische Angebote an. Darin inbegriffen sind:

  • eine klinisch-psychologische Diagnostik mit Weiterbehandlungsempfehlung
  • eine Zusammenarbeit mit betrieblichen Akteuren wie bspw. dem/der Betriebsarzt/-ärztin (wenn vom Beschäftigten gewünscht)
  • sowie weitere psychotherapeutische Gespräche und
  • Unterstützung bei der Wiedereingliederung am Arbeitsplatz

Das Angebot richtet sich an psychisch belastete Beschäftigte von Klein-, Mittel- und Großbetrieben.

Sie bemerken eine zunehmende psychische Belastung bei Beschäftigten Ihres Betriebes?
Als Betriebsarzt/-ärztin bekommen Sie mit wie Beschäftigte mit psychischer Belastung oft ungenügend oder mit langer Wartezeit in der Regelversorgung behandelt werden?
Sie haben Kontakt zu Klein-, Mittel- und Großständlern und können sich vorstellen, dass diese an dem friaa-Angebot interessiert sind?

Dann treten Sie mit uns in Kontakt und werden Teil von friaa! Geplanter Start des kostenfreien und anonymen Angebotes ist Anfang September 2021.

Kontakt

Dr. Kristin Herrmann
Psychologische Psychotherapeutin (Projektkoordination)

friaa@uni-ulm.de
www.friaa.de
+49 731 50061-815

 

KMU-GO! – Stressmanagementtraining für kleine und mittlere Unternehmen

Ziel des Projekts ist die wissenschaftliche Überprüfung einer Schulung zu Stressmanagement für Führungskräfte in kleineren und mittelständischen Unternehmen. Am kostenlosen Trainingsprogramm können weibliche und männliche Führungskräfte aus allen Hierarchiestufen teilnehmen. Das Antistress-Training dauert 1,5 Tage. Nach drei beziehungsweise sechs Monaten ist ein dreistündiger Auffrischungskurs vorgesehen. Inhaltlich-fachlich orientiert sich das Stressmanagement-Programm sowohl an der kognitiven Verhaltenstherapie, (z.B. gesunder Umgang mit zwischenmenschlichen Konflikten oder emotionsfokussierten Techniken) als auch an psychodynamischen Prinzipien. Wir wollen zeigen, dass die von uns geschulten Führungskräfte nach der Schulung selbst ein geringeres Stresslevel in Fragebögen berichten. Diese subjektive Einschätzung soll durch die zusätzliche Messung von biologischen Parametern objektiviert werden. Dazu messen wir die Herzratenvariabilität unserer Probanden und entnehmen zusätzlich Speichel- und Haarproben. Wir erwarten, dass die Probanden nach der Schulung bessere Werte zeigen als eine Vergleichsgruppe, die erst in einem Jahr an der Schulung teilnehmen kann. Zusätzlich wollen wir überprüfen, ob sich die Veränderungen bei den Führungskräften auch positiv auf deren Mitarbeitende auswirkt.
Anfang Juni konnte die erste Schulung in der Villa Eberhardt erfolgreich durchgeführt werden. Prof. Dr. Harald Gündel und Dr. Janina Lehmann arbeiteten an 1,5 Tagen intensiv mit den teilnehmenden Führungskräften. Dabei ging es zunächst um grundlegende Themen wie die Entstehung von Stress und körperliche Auswirkung von Stress. Weiterführend wurden dann verschiedene Möglichkeiten, das individuelle Stresslevel zu beeinflussen, ausprobiert. „Jede Führungskraft ist unterschiedlich, deshalb bieten wir viele verschiedene Methoden an. So ist am Ende für jeden eine passende Strategie dabei.“, erklärt Dr. Lehmann. Im Anschluss geht es um die persönlichen Themen der Teilnehmenden. Jeder bekommt die Gelegenheit das zu erzählen und zu bearbeiten, was ihm oder ihr persönlich am meisten „an die Nieren“ geht. Prof. Dr. Gündel betont, dass dies mit der wichtigste Teil der Schulungen ist. Es entsteht Raum für Emotionen und für Empathie. Deshalb waren auch alle Beteiligten froh, dass die Schulung in Präsenz durchgeführt werden konnte. So ist es für alle Anwesenden leichter, sich zu öffnen und gegenseitig zu unterstützen. Die Effekte der Präsenzveranstaltung mit denen einer Onlineschulung zu vergleichen ist ein geplanter nächster
Schritt des Projekts.

Haben Sie Interesse am Projekt KMU-GO! teilzunehmen, etwas für Ihr eigenes Stressmanagement zu tun und gleichzeitig unsere Forschung zu unterstützen? Dann freuen wir uns, Sie auf unserer Homepage www.kmu-go.de begrüßen zu dürfen. Dort finden Sie auch die Möglichkeit sich zum Projekt anzumelden. Wir freuen uns auf Sie!
Falls Sie Kontakt zu interessierten Führungskräften oder Unternehmen haben, weisen Sie diese gern auf unser Projekt hin.

Kontakt

Für Rückfragen steht Ihnen unser Mitarbeiter Michael Gast gerne zur Verfügung.

E-Mail     michael.gast@uni-ulm.de
Fon         +49 731 37991503

Gefördert von

Karl Schlecht Stiftung