Kaum Spielräume für Verbesserungen

Gesundheit von Krankenhauspersonal

Artikel im Deutschen Ärzteblatt, Ausgabe 47/2020

Harald Gündel, Marieke Born, Antonia Drews, Nadine Mulfinger, Florian Junne, Andreas Müller, Peter Angerer, Jochen Schweitzer

Der im Deutschen Ärzteblatt erschienene Artikel beschreibt wie die immer wieder kritisierte Struktur der Krankenhausversorgung in Deutschland in der Coronapandemie zum Garanten eines bislang moderaten Pandemieausgangs geworden ist. Lesen Sie mehr zum Verbundprojekt SEEGEN (Gesamtleitung Prof. Dr. Harald Gündel, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie), welches seit 2017 die seelische Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Krankenhaus beforscht und alarmierende Ergebnisse zu Tage gebracht hat.

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„Ich wünsche mir eine Diskussion über individuelle Werte und Ziele im Leben“

Interview in der Zeitschrift Gemeinsam des Dominikus-Ringeisen-Werks mit Frau Dr. med. Elisabeth Balint von Manuel Liesenfeld

Dr. med. Elisabeth Balint begleitete vier Jahre lang Mitarbeitende des Dominikus-Ringeisen-Werks bei Fragen rund um deren seelische Belastung am Arbeitsplatz. Nun übergibt sie die „Psychosomatische Sprechstunde“ an ihren Kollegen Uwe Lutchen. Ein Gespräch darüber, welche Auswirkungen die Corona-Zeit auf die Psyche hat und warum es wichtig ist, kaum hinterfragte Postulate in der Krise offen infrage zu stellen.

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Das Farbspektrogramm über 24 Stunden als Spiegel psychosomatischer Zusammenhänge im Beratungsgespräch

8. HRV-Symposium 2020, Halle, 14.11.2020

Vortrag von Dr. med. Elisabeth Balint

Im Vortrag mit dem Titel „Das Farbspektrogramm über 24 Stunden als Spiegel psychosomatischer Zusammenhänge im Beratungsgespräch“ stellt Frau Dr. med. Elisabeth Balint aktuelle Ergebnisse zu ihrem Projekt „Gesund führen: Körpersignale bei Führungskräften“ vor. Im Rahmen dieses Projekts, das wichtige Impulse durch den DFG-geförderten Austausch mit Prof. Tom Buckley von der University of Sydney, Australien, bekam, wurden Betriebsärzte darin geschult, die Herzratenvariabilität über 24 Stunden zu messen, auszuwerten und auf Basis der Ergebnisse ein Beratungsgespräch zu führen. Der Schwerpunkt des Gesrpächs liegt auf den Zusammenhängen zwischen den in einem Tätigkeitsprotokoll des Messtages notierten Situationen, der gemessenen Herzratenvariabilität und wahrgenommenen Gedanken und Gefühlen. Dadurch soll die Wahrnehmung von psychosomatischen Wechselwirkungen gestärkt werden. Außerdem werden individuelle Ressourcen und Problembereiche sichtbar gemacht. Das Projekt wurde mit einer Studie begleitet. Die Ergebnisse der ersten 49 Führungskräfte zeigten eine bessere Wahrnehmung der Bedürfnisse des eigenen Körpers nach der Beratung. Weitere Ergebnisse auch mit anderen Stichproben folgen in den nächsten Monaten.

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Dr. med. Elisabeth Balint

Fon +49 731 379-91502

Fax +49 731 379-91509

elisabeth.balint(at)uni-ulm.de

Überprüfung eines Neuroimmunmodulationindex als Prädiktor für Überlebenszeit in zwei großen Kohortenstudien

8. HRV-Symposium 2020, Halle, 14.11.2020

Vortrag von Jarczok, MN, Cristóbal Hernández, Thayer, JF. , König, J.,
 

Vagal vermittelte immunmodulatorische Effekte spielen eine wichtige und klinisch relevante Rolle bei der Regulierung der pro-inflammatorischen Zytokinproduktion und anderen entzündlichen Prozessen. Diese Studie untersuchte erstmals den Zusammenhang zwischen einem kürzlich vorgeschlagenen Biomarker für vagale Neuroimmunmodulation und der Überlebenszeit (16 Jahre Nachbeobachtung) in zwei großen, allgemeinen Bevölkerungsstichproben mit dem Ergebnis, dass ein günstigeres Verhältnis zw. Markern autonomer Aktivität und Entzündungsmarkern mit einem niedrigeren Sterblichkeitsrisiko einhergeht.

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Unsicher, überfordert, orientierungslos - Macht uns Arbeit psychisch krank?

Beitrag der Rheinischen Zeitung von Bianca Lorenz

Im Interview mit der Rheinischen Zeitung richtet Bianca Lorenz an Frau PD Dr. med. Eva Rothermund (Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Oberärztin am Uniklinikum Ulm, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am LPCU) nachstehende Fragen:

  • Macht uns Arbeit heute psychisch krank?
  • Was sind die häufigsten Risikofaktoren im Job?
  • Wie erklären Sie sich diese überladene Sicht auf die Arbeit?
  • Inwiefern hat die Corona-Pandemie die Situation verschärft?
  • Worum geht es bei Ihrem Forschungsprojekt der Psychosomatischen Sprechstunde vor Ort in den Betrieben (PSIB)?

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Psychisch krank am Arbeitsplatz

SWR2-Beitrag von Franziska Hochwald

Wir möchten an dieser Stelle auf den Beitrag „Psychisch krank am Arbeitsplatz“ von Franziska Hochwald (Redakteurin: Vera Kern) des SWR2 am 15.10.2020 um 8.30 Uhr mit folgenden Interviewteilnehmenden hinweisen:

  • Dr. Eva Rothermund (Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Oberärztin am Uniklinikum Ulm, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am LPCU),
  • Ulrich Birner (Leiter des Fachreferats Psychosocial Health and Well-being bei Human Resources, Siemens AG),
  • Harald Metzger (2. Vorsitzender des Landesverbands Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg e.V.),
  • Ute Engelbach (Oberärztin für den Bereich Psychosomatik in der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Frankfurt),
  • Irmgard Plössl (Leiterin des Bereiches Arbeit und berufliche Teilhabe im Rudolf-Sophien-Stift),
  • Caroline Stemmler (Jobcoach, Rubikon),
  • Klaus Obert (Bereichsleiter Rudolf-Sophien-Stift).

Dieser Beitrag geht der Frage nach inwiefern Arbeitsbedingungen krank machen können. Obwohl oftmals Vulnerabilität durch biografische Erfahrungen, Veranlagungen und ungünstige Gewohnheiten Auslöser für eine psychische Belastung sind, ist jedoch in einem Drittel der Fälle die Arbeitssituation der Hauptauslöser.

Die Arbeitsverdichtung wird mehr, der Termindruck größer, mehr Kompetenzen und Erfahrungen sind gefragt, hohe Flexibilität wird gefordert und darüber hinaus sollte man ununterbrochen Leidenschaft für den eigenen Beruf ausstrahlen. Oftmals werden hierbei individuelle Leistungsgrenzen überschritten und anhaltender Stress, Überstunden, Konkurrenz, Mobbing etc. führen u.a. zu Schlafstörungen, Angst, Erschöpfung. Schlussendlich kann dies in einer Krankschreibung, Kündigung oder Frühberentung münden.

Nicht nur der soziale Schaden für die Betroffenen ist immens, auch die volkswirtschaftlichen Kosten. Wenn Menschen einmal längerfristig aus dem ersten Arbeitsmarkt herausgefallen sind, haben sie häufig keine Chance mehr auf Wiedereinstieg. Eine relativ große Gruppe von Menschen mit hoher Qualifikation und teilweise hohem Arbeitswillen ist einfach abgeschnitten vom Arbeitsmarkt.

Arbeit kann aber auch helfen den Alltag zu strukturieren, in Kontakt mit anderen zu kommen, sie ist ein wesentlicher Faktor für gesellschaftliche Anerkennung, stiftet Identität und stärkt das Selbstbewusstsein. Der richtige Arbeitsplatz kann für Betroffene ein stabilisierender Faktor sein. Oftmals birgt jedoch der Zugang zu Unterstützungsangeboten viele Hürden, u.a. aufgrund mangelhafter Vernetzung der bestehenden Versorgungsangebote.

An der Schnittstelle Arbeit und Psychosomatische Medizin wird derzeit am LPCU/Uniklinikum Ulm in diversen Forschungsprojekten erforscht wie psychosomatische Medizin im Arbeitskontext verbessert werden kann. Ein Ansatz ist die Sprechstunde im Betrieb (PSIB). Die PSIB ist ein niedrigschwelliges Angebot, welches meist zu einem frühen Zeitpunkt greift. Die Betroffenen müssen sich nicht selbst auf die Suche nach Hilfe machen und ihr Anliegen bleibt anonym.

Derzeit gibt es derlei Interventionen vor allem in großen Konzernen, die Strukturen und Mittel haben, um solche Angebote umzusetzen. In den zwei kürzlich gestarteten Forschungsprojekten REHA-PSYCH und KMU-GO! will das Team des LPCU nun kleine und mittlere Unternehmen in den Fokus nehmen.

Die Destigmatisierung des Themas psychische Gesundheit im Allgemeinen und die möglichst im Arbeitsalltag integrierte Kompetenzerweiterung von Führungskräften im Bereich psychische Gesundheit bei Mitarbeitenden ist ebenso ein Schwerpunkt der Arbeit des LPCU.

Lernen Sie im Interview Menschen kennen, die sich intensiv und professionell mit Hilfsangeboten für psychisch Erkrankte und Präventionsangeboten sowohl in der Praxis als auch der Forschung auseinandersetzen.

Einen zusammenfassenden Artikel zum Interview finden Sie hier.

Download Manuskript des Interviews.

 

Am Puls der Chefs – BGM bei BKK WIELAND

Im Pilotprojekt „Gesund führen – Resilienz“ ermittelte Dr. Elisabeth Balint vom LPCU in Zusammenarbeit mit der Betriebskrankenkasse Wieland BKK anhand der Herzratenvariabilität wie die Herzen von 50 Führungskräften beim schwäbischen Kupferverarbeiter Wieland schlagen. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt soll die psychische Widerstandskraft von leitenden Beschäftigten sichtbar machen und fördern. Anhand der Herzratenvariabilität (HRV) analysierte Frau Dr. Balint, wie belastbar und regenerationsfähig Wieland-Mitarbeiter sind. Mittels zwei aufeinander folgender 24 Stunden HRV-Messungen wurden Daten gewonnen, analysiert und die individuellen Ergebnisse im LPCU mit jedem Mitarbeiter einzeln besprochen. Der Fokus richtete sich hierbei auf die eigenen Ressourcen und die Frage: Gehe ich gut mit mir selber um?

Wieland-Vorstand Erwin Mayr war einer der ersten, der seine Belastbarkeit und Stressresistenz im Rahmen des Programms testen ließ. Der blau-gelb-rot gezackte Graph, den Dr. Elisabeth Balint jedem Einzelnen präsentiert, wirkt auf den ersten Blick wie die Aneinanderreihung von hunderten brennenden Streichhölzern. „Fire of Life“ – „Feuer des Lebens“ nennen Wissenschaftler diese grafische Darstellung eines schlagenden Menschenherzens, gemessen über mehrere Stunden. Vergleichbar mit einer Batterieladeanzeige lassen sich im Farbspektrogramm der Herzratenvariabilität die individuelle Belastung, aber auch das individuelle Erholungsverhalten sehr gut sichtbar machen. So verdeutlicht eine derartige Grafik sehr gut, dass ein gering geladener „Akku“ bei der nächsten Belastung rasch leer ist und dann überproportional länger braucht, um wieder aufzuladen.

Im Anschluss an die HRV-Messungen und Beratungen fanden darüber hinaus Gruppengespräche zum Umgang mit psychisch belasteten Mitarbeitern statt. In diesem Setting stellten die Führungskräfte etwa schwierige Konstellationen und Konflikte in Rollenspielen nach, die  sie im Arbeitsalltag mit psychisch belasteten Kollegen schon einmal selbst erlebt haben.

Das Kompentenzzentrum für seelische Gesundheit am Arbeitsplatz bietet seit 2017 innovative Aus- und Weiterbildungen für Arbeitnehmer in Leitungspositionen an. Praxisnahe Seminare und Beratung sollen die leitenden Beschäftigten dabei unterstützen, ihre Mitarbeiter durch Führungsverhalten zu motivieren, ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen und dadurch die Produktivität ihres Unternehmens zu steigern.

Lesen Sie mehr im Artikel Am Puls der Chefs von Sarah Kramer der BKK-Zeitschrift.

 

Krise in der Krise

Kann die Corona bedingte Zwangspause auch positive Effekte für Angst-Patienten haben?

Führt eine "Zwangsentschleunigung" auch dazu, dass unser Gehirnbereich für Stressempfinden zur Ruhe kommen kann und somit gleichzeitig Panikattacken und die Häufigkeit und Schwere von Angstzuständen gesenkt wird?

Ein Artikel von Karin Mitschang, erschienen in der Südwest Presse Ulm am 04.05.2020. Im Interview mit Prof. Dr. med. Harald Gündel.

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Mobbing und wie es uns krank macht

Mobbing ist keine Krankheit, kann aber krank machen. Es verursacht Depressionen, Angst- und Schlafstörungen. Besonders häufig sind Berufstätige am Arbeitsplatz betroffen sowie etwa jedes zehnte Schulkind. Was können wir dagegen tun?

Ein Artikel von Ulrike Gebhardt. Erschienen in: spektrum.de am 22.03.2019

Wenn einfach alles zu viel wird

Ist Burnout das neue Volksleiden? Die Ulmer Medizinerin Eva Rothermund erklärt das Phänomen.

Ein Artikel von Tanja Volz, erschienen am 19.01.2019 in der Stuttgarter Zeitung.

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Wenn der Körper überdreht - Ein Interview mit Prof. Dr. Harald Gündel

Wer an innerer Unruhe leidet, kann nicht richtig abschalten. Schlaflosigkeit, Anspannung und Schmerzen quälen viele der Betroffenen. Sie sollten möglichst schnell handeln.

Ein Artikel von Julia Beil, erschienen am 2. Januar 2019 in DIE WELT

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Psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt und betriebliche Wiedereingliederung

Netzwerke und Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb - Chancen und Grenzen eines innovativen Versorgungsmodells

Ein Beitrag von Dr. Eva Rothermund, erschienen im Tagungsband der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) zum Thema Psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt und betriebliche Wiedereingliederung, 2018

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Führungskräfte im Mittelmanagement: Gefangen in der Sandwich-Falle

Nörgelnde Mitarbeiter auf der einen Seite, Druck und Anforderungen vom Chef auf der anderen: Die Abteilungsleiter, Team-Chefs und Co. rutschen als mittlere Führungskräfte schnell in die Sandwich-Falle. Das macht auf Dauer krank.

Ein Artikel von Katharina Grimm, erschienen in: Stern, Ausgabe vom 12. Mai 2018

Mittlere Führungskräfte - Eingespannt von allen Seiten

Druck von unten, Druck von oben: Führungskräfte der mittleren Ebene sind oft Puffer zwischen Mitarbeitern und Chefs – und damit am Limit.

Ein Artikel von Uta Jungmann, erschienen in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), Ausgabe vom 11. Mai 2018.

Diagnose: Akku leer

Müde, erschöpft, ausgebrannt: In Deutschland arbeiten Millionen Menschen mehr als ihnen gut tut. Erst gewöhnen sie sich an den höheren Stresslevel, dann brechen sie erschöpft zusammen – wie der 34-jährige Familienvater Martin K. Doch das lässt sich vermeiden.

Ein Artikel von Matthias Jedele, erschienen in: UNTERNEHMEN [!], Das Wirtschaftsmagazin im Südwesten. Ausgabe 61, März 2018, S. 6-8.

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