Bekanntmachungen

Nachruf

In dankbarer Erinnerung nehmen wir Abschied von unserem Kollegen und Freund Herrn Prof. Dr. med. Dr. phil. Horst Kächele (28.06.2020). Ohne seine Unterstützung wäre die Gründung des LPCU nicht zustande gekommen. Von 2016-2020 war er unser Berater, brachte uns durch seine Impulse voran und erwies sich in seiner scharfsinnigen Art als wichtiges Korrektiv, mit dessen Hilfe unsere Ideen schnell Form und Gestalt annahmen. Einige von uns waren ihm auch persönlich sehr verbunden und er war für sie  Mentor, Vorbild und Freund gleichermaßen. Wir werden ihn mit seiner einzigartigen Tatkraft schmerzlich vermissen.

Das LPCU-Team

BMBF-Förderung für  „REHA-PSYCH“

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) uns mit dem Projekt „Berufliche Teilhabe sichern: Frühe Intervention und arbeitsbezogene Rehabilitation psychisch erkrankter Beschäftigter (REHA-PSYCH)“ fördert. Das Projekt wird voraussichtlich im Februar 2020 starten und in einer Laufzeit von 4 Jahren realisiert.
Das Projekt „REHA-PSYCH“ wird von insgesamt 9 Kooperationspartnern in ganz Deutschland durchgeführt, wobei wir am Standort Ulm die Koordination des Projektes übernehmen werden. Neben der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Ulm/LPCU konnten wir als Projektpartner die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II in Günzburg, das Institut für Arbeits-, Sozial und Umweltmedizin der Universität Düsseldorf, die Abteilung für Psychosomatik und Verhaltenstherapie des Reha-Zentrums Seehof in Teltow, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Berlin-Teltow, das Institut für Psychologie der Universität Hildesheim, das Institut für medizinische Biometrie und Informatik der Universität Heidelberg, die Psychosomatische und Psychotherapeutische Abteilung der Uniklinik Erlangen und das Asklepios Klinikum Hamburg-Harburg gewinnen.


Ziel von „REHA-PSYCH“ ist es, im ersten Schritt eine modularisierte arbeitsbezogene Psychotherapie zu entwickeln und zu manualisieren. Wir freuen uns sehr, dass wir hierfür Frau Prof. Dr. Erim der Uniklinik Erlangen als Projektpartnerin gewinnen konnten, die insbesondere für die Berücksichtigung kultursensibler Themen sorgen wird. Die Intervention hat zum Ziel, Arbeitnehmende mit psychischen Belastungen möglichst früh zu erreichen, um ihnen eine arbeitsbezogene Psychotherapie zukommen zu lassen, die, wenn möglich, den Verbleib im Erwerbsleben sichern bzw. den Return to Work erleichtern soll. Neben des außerordentlich frühen Greifens der Intervention ist eine Besonderheit die Vernetzung von Prävention, Akutversorgung und Rehabilitation zur Versorgung psychisch erkrankter Arbeitnehmender.


Die Intervention wird an fünf Standorten (Hamburg-Harburg, Berlin-Teltow, Düsseldorf, Hildesheim und Ulm) durchgeführt. Über verschiedene regionale Netzwerke, wie z.B. IHKs und Krankenkassen wird die Intervention bekanntgemacht. Es sollen insgesamt knapp 550 Personen aus kleinen und mittleren Unternehmen möglichst unterschiedlicher Branchen für die Teilnahme an der Intervention gewonnen werden. Das Institut für medizinische Biometrie und Informatik der Uniklinik Heidelberg wird dabei als Kooperationspartner die Einhaltung höchster Standards an klinische Studien sichern. Neben der klinischen Evaluation der Intervention wird eine gesundheitsökonomische Evaluation der Intervention durch die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie II (Günzburg/Ulm) durchgeführt.


Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit allen ProjektpartnerInnen in den nächsten vier Jahren und sind gespannt, welche (Zwischen-)Ergebnisse wir Ihnen zu „REHA-PSYCH“ in den nächsten Jahren präsentieren können.

Pressemitteilung REHA-Psych

Die Psychotherapie beginnt am Arbeitsplatz

vom 25.06.2020, Dr. med. Eva Rothermund

DFG-Förderung für den Aufbau internationaler Kooperationen

Thema: Psychophysiologische Erfassung der zirkadianen Herzratenvariabilität als Marker für erfolgreiche Anpassung und Emotionsregulation: Ein neuer individualisierter psychosomatischer Ansatz in der therapeutischen Beratung


Fr. Dr. Elisabeth Balint (LPCU) erhielt zusammen mit Herrn Dr. Marc Jarczok (Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Ulm) eine Förderung der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) zum Aufbau internationaler Kooperationen. Zu diesem Zweck reisten beide Ende Oktober nach Sydney (Australien) zu Prof. Tom Buckley. Er ist der wissenschaftliche Leiter des Programms StriveStronger, bei dem er Manager auf Basis einer 24-Stunden-Messung der Herzratenvariabilität berät. In der gemeinsamen Zeit geht es darum, Inhalte dieses neuen individualisierten psychosomatischen Ansatzes abzugleichen sowie ein gemeinsames Vorgehen bzw. eine gemeinsame Datenbasis für zukünftige Kooperationsprojekte zu schaffen. Der Austausch wird den Bereich der auf HRV basierenden Angebote des LPCUs stärken und bereichern. Ein detaillierter Ergebnisbericht folgt im nächsten Newsletter.